1. Nepalesische Frauen lernen Lesen und Schreiben

Madhav Shrestha  hat im September 2010  mit  Spendengeldern einen Lese- und Schreibkurs auf den Weg gebracht. Es konnten sich Frauen und Männer anmelden. Das Angebot wurde nur von lernwilligen Frauen angenommen.Der Unterricht wird  von einer nepalesischen Lehrerin abgehalten. Unterrichtsräume wurde von einer Schule für die Abendstunden zur Verfügung gestellt.

Vor ein besonderes Problem wurde Herr Madhav Shrestha gestellt, als nun in den Wintermonaten die Regierung die Stromversorgung auf ein Minimum beschränkt hat. Der Zustand, dass im Abendunterricht die Frauen mit Kerzen und kleinen Taschenlampen über ihren Heften sitzen war nicht hinnehmbar. Mit unserer Hilfe wurden nun batteriebetriebene Notlampen installiert, die für ausreichende Beleuchtung sorgen.

Inzwischen ist der Anfängerkurs beendet. 22 Frauen haben inzwischen gelernt einfache Schriften zu lesen und zu verstehen. Schreiben und Rechnen wird nun im zweiten Kurs vertieft. Dazu wurde Unterrichtsmaterial besorgt.

Im April 2011 wurde nun der Fortgeschrittenenkurs abgeschlossen.

Madhav übergibt der Lehrerin neues Unterrichtsmaterial

p1100353




2. Patenschaften  für Dolma und Tshiring

Das 4-jährige Mädchen Tenzing Dolma Gurung darf nun die Dhaulagiri Boarding School in Jomsom besuchen.Durch die großzügige jährliche Unterstützung des Ehepaars Brigitte und Peter Jäger aus Forchheim war es unserem Verein möglich, diese Patenschaft schnell und effektiv zu fördern.

Die Mutter Dolma`s, Besitzerin einer kleinen Lodge in Kagbeni, erzählte uns von der Behinderung ihrer Tochter, der schlechten finanziellen Lage (Strassenbau schneidet die Lodge völlig von der Trekkingroute ab) und der Lernbegeisterung ihrer Tochter.

Schon zwei Stunden später, als wir wieder auf unserer Wanderroute waren, stand für die Familie Jäger und für mich als 1. Vorsitzende des Vereins fest:   “Wir werden  helfen!”

Wir sahen uns noch in Jomsom (ca. 1,5 Stunden Fußmarsch entfernt) die Schule mit Hostel an (siehe Foto). Hier kann das Mädchen auch die Woche über schlafen, da sie wegen ihrer leichten halbseitigen Lähmung nicht täglich den insgesamt dreistündigen Schulweg bewältigen kann.

Wir freuen uns sehr, dass wir hier dank Ihrer Spenden rasch helfen konnten.

Ein besonderer Dank gilt natürlich Brigitte und Peter Jäger!

Durch regelmäßigen Emailkontakt und einem Besuch in Kagbeni durch Freunde, konnten wir uns vom Erfolg des Schulbesuchs von Dolma überzeugen. Das Schulgeld und der Unterhalt für das nächste Schuljahr wird im März  2011 fällig und von unserem Verein mit Freude wieder übernommen. Erneut unterstützt von Peter und Brigitte Jäger.

Das achtjährige Mädchen Tshiring Diki kommt aus dem Bergdorf Mukot (Dolpo-Gebiet). Seit einigen Jahren versucht ihre Mutter Kontakt zu Hilfsorganisationen aufzubauen, um ihrer Tochter eine ordentliche Schulausbildung zu ermöglichen. Zusammen mit  einen Mönch aus dem Kloster Namo Buddha konnten  – Wir für Nepali e.V. -  den Kontakt intensivieren. Ein erstes Treffen in Kathmandu regelte die Finanzierung und Organisation. Nach einer dreitägigen Reise traf  Tshiring Diki   nun in Kathmandu ein. Sie konnte gleich ihre Schule besichtigen und ihren neuen Wohnort nahe Boudha Nath. Die Schule darf sie, durch die Fürsprache des Mönches Tundup Gurung, vorerst kostenlos besuchen. Für Unterkunft und sonstige Lebenshaltungskosten kommen wir gerne auf.



3. Privates Alten- und Pflegeheim in Kathmandu im Jahr 2010 und 2011

Dil Shova Shrestha ist eine Frau aus Nepal. Sie lebt ohne Mann in einem großen Haus in Kathmandu. Sie brauchte nicht zu arbeiten, sie könnte sich ein schönes Leben machen, sie könnte ihre vielen Zimmer vermieten und so Geld verdienen.

Das tut sie nicht! Seit 12 Jahren geht sie auf die Straße und sieht sich um. Sie guckt nach alten oder hilfsbedürftigen Personen und nimmt sie auf. Sie gibt ihnen ein Bett, zu Essen, ein Lachen und eine neue kleine Familie.Seit zehn Jahren nun ist sie offiziell registriert von der nepalesischen Regierung. Sie hoffte anfangs auf Unterstützung der Regierung, aber es geschah natürlich nichts.Da machte sie sich selbst auf den Weg, erst verbrauchte sie ihr ganzes Erspartes. Dann erzählte Sie doch langsam einigen Menschen vor Ihren Nöten. So kamen auch nach und nach etwas Spenden zusammen. Aber die Zahl der Bewohnerinnen stieg schnell von anfangs fünf auf nun 36!

Wenn man Dil Shova`s Haus betritt, ist man sofort überwältigt von der familiären und  herzlichen Atmosphäre. Dil Shova hat für alle ein liebes Wort, ein Streicheln und ein herzhaftes Lachen. Sie nimmt jede Frau so, wie sie ist und läßt sie machen, was sie noch kann. Die Bewohnerinnen nennen sie alle Ama ( Mutter), obwohl sie mit Abstand die Jüngste ist.Dil Shova erzählt uns, wie sie die Frauen findet. Es ist erschreckend! Alte Frauen werden in Nepal teilweise einfach von ihrer Familie ausgesetzt, weil kein Geld für Essen da ist.

Manchmal wird sie vom Krankenhaus angerufen, weil sie eine Frau bringen wollen, die sexuell mißbraucht wurde, auf der Straße lag, ärztlich versorgt wurde, aber kein zu Hause hat.Auch Blinde, Behinderte und psychisch auffällige Frauen und auch einige schwer kranke Kinder leben bei ihr.

Dil sagt: „Wo sollen sie denn hin, wenn sie keiner mehr will!? Bei mir können sie bleiben, bis sie sterben“.  Bei den Sterbenden bleibt sie am Bett bis zum letzten Atemzug.

Madhav Shrestha und ich waren überaus berührt von der Ausstrahlung, der Kraft und Herzlichkeit dieser Frau. Wir empfinden tiefe Hochachtung.

Sehen Sie bitte die Bilder an!

Wir möchten Dil Shova helfen, ihr Haus noch möglichst lange zu führen und noch vielen hilflosen Menschen ein kleines Lebensglück zu schenken.

Helfen auch Sie mit einer Spende!

Zu den Aufnahmen:

Alle Fotos wurden mit Zustimmung der Bewohnerinnen gemacht.

War keine Verständigung ( Einwilligung ) möglich, wurden keine Bilder gemacht. Die Frauen wurden auch darüber informiert, daß andere Menschen sie ansehen werden. Als wir ihnen das erklärten, lachten sogar einige und sagten in etwa: „Wie schön, daß sich noch jemand für uns interessiert!“

Dil Shova macht immer weiter!

Wir waren Anfang 2011 wieder bei Dil Shova und waren sehr überrascht. Nun gibt sie auch 40 Waisenkindern ein zu Hause. Nicht nur ein zu Hause, sondern sorgt auch für deren Schulbildung. Sie hat es geschafft mit Spendengeldern den Schulbesuch und den täglichen Schulbustransport zu organisieren. Sie baut an und versteht, es mit unermüdlichem Einsatz Alt und Jung unter ihrem Dach zu vereinen. Wir haben ihr wieder mit einigen hundert Euro Spendengeldern große Freude bereitet und dafür gesorgt, dass sie Baumaterial zukaufen kann. Ihr täglicher Kampf, zusätzlich Lebensmittel, Hygieneartikel Schulhefte, Medizin usw. zu finanzieren, ringt uns höchsten Respekt ab.

p1130284 p1130279 p1130281

p1130273 p1130282




Mit Ihrer Hilfe konnten wir Dil Shova im April 2011 einen Spendenscheck in Höhe von  2.000,00 Euro  überreichen.

Dafür danken wir allen Spendern.

4. Ein Heim für bedürftige Kinder in Kathmandu


Kathmandu ist die größte Stadt des Landes Nepal, dort leben circa eine Million Menschen. Die Einwohnerzahl ist in den letzten 3 Jahrzehnten explodiert.

Noch in den siebziger Jahren hatte Kathmandu etwa 150.00 Einwohner. Die wechselnden Regierungen konnten auf diesen Bevölkerungszuwachs nicht mit wirkungsvollen Maßnahmen reagieren:

Chaotische Straßenverhältnisse, mangelnde Wasser- und Stromversorgung, unzureichende ärztliche Versorgung und geringe Bildungschancen für die arme Bevölkerung  sind die Folgen.

Besonders Kinder aus sozial und finanziell benachteiligten Familien (ins besondere aus niedrigen Kasten stammend)  haben  generell keine Möglichkeit, regelmäßig eine Schule zu besuchen.

Keine Chance auf die Teilnahme am Bildungsangebot haben ganz besonders Waisenkinder. Mitunter haben sie zwar Glück und kommen bei Verwandten unter, dann müssen sie aber arbeiten, um einen Beitrag zum Lebensunterhalt der Familie zu leisten.

Wer mit offenen Augen durch Kathmandu läuft und beobachtet, in wie vielen Restaurants Kinder beschäftigt sind oder sich als Träger verdingen müssen, wird sich unwillkürlich die Frage stellen, wie man helfen könnte.

Besonders den Kindern, die nicht von Verwandten aufgenommen werden, muss geholfen werden!

Wir möchten mit Ihren Spenden  Bau und Unterhalt eines Kinderheimes finanzieren. Wir wollen  einigen kleinen Menschen helfen,  Geborgenheit kennen zu lernen und ihnen durch regelmäßige Ernährung und durch Schulbildung eine Starthilfe in ein lebenswertes Leben geben.

Wenn wir es mit Ihrer Spende schaffen, ein solches Heim zu errichten, könnten in den Folgejahren für etwa 30 Euro im Monat pro Kind Wohnen, Versorgung und Schulbesuch finanziert werden.

Für den Bau dieses Heimes brauchen wir circa 35 Tausend Euro.

Wir bitte um Ihre Spende!